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LINZ
Die Schule des Ungehorsams
Seit 18.11.2017 geöffnet
Gerhard Haderers Schule des Ungehorsams in der Tabakfabrik.
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Nein, keine Schule im eigentlichen Sinne, aber eine Denkschule für alle die mitmachen wollen. Eine Plattform, die Ungehorsam nicht lehrt, sondern kultiviert. Nicht selten erschöpft sich gesellschaftspolitisches Engagement mitunter in Facebook-Postings. „Der Zwang zur Konformität hat gleichsam sein altes Gewand abgestreift und ist modern, individualistisch und flexibel geworden“, sagt die Soziologin Cornelia Koppetsch. Die Schule soll dazu animieren, sich eigene Gedanken zu gesellschaftsrelevanten Themen und vorherrschenden Meinungen zu machen. Konstruktives einmischen ist etwas Wichtiges für eine Gesellschaft – ein wichtiger demokratischer Beitrag. So appelliert Haderer dazu, die Gesellschaft „durch konstruktiven Ungehorsam mitzugestalten“. Die Schule ist eine Plattform zwischen Kunst und Politik. Der Unterricht reicht von Vorträgen, Ausstellungen, Lesungen und Workshops bis zu Publikationen und auch Aktionen im öffentlichen Raum. Aus seiner eigenen Erfahrung plädiert er darauf, dass man, wenn man alle idyllischen Vorschläge der anderen auf den Kopf stellt, auch zu sich selbst findet.

Wie weit darf Satire gehen? – Titanic, das deutsche Satiremagazin, fordert die Meinungen – mit über 30 verboten, Schadensersatzansprüche und Strafanzeigen – sowohl auf inhaltlicher als auch juristischer Ebene heraus. In der Ausstellung wird eine Auswahl der besten Titanic-Covers aus über 30 Jahren gezeigt.

Vier von Haderers „Ölschinken“, großformatige Ölbilder in zeitloser Handwerkskunst, gewürzt mit feingeistigem Humor, sowie zwölf „aktuelle Blätter“, die regelmäßig wechseln, werden in einer Dauerausstellung präsentiert.

„Widerstand, der nur Lärm produziert, ist zu wenig. Lärm zu Musik zu Machen erfordert Kultur, das erfordert eine Schule. Und die Schule des Ungehorsams, meine ich, soll genau das leisten. Wenn man schon seine Unzufriedenheit ausdrücken will, dann sollte man dafür eine entsprechende Sprache finden, um sich so zu formulieren, dass andere Menschen das auch verstehen und mitdenken können.“, so der gebürtige Linzer Karikaturist Gerhard Haderer, der sich selbst als Hausmeister seiner neuen Schule sieht. Die Leitung übernimmt sein Sohn Christoph mit Julia Kofler, Gründerin des Verlags „Scherz & Schund Fabrik“.

  

Die Schule des Ungehorsams
Seit 18.11.2017 geöffnet
Ausstellung: Wie weit darf Satire gehen?
Bis 28.02.2018
Ausstellung: Ölhades
Ausstellung: Gerhard Haderer: Die aktuellen Werke

Dauerausstellung der aktuellen Cartoons von Gerhard Haderer.
Areal der Tabakfabrik Linz
Peter-Behrens-Platz 7-10
1.Stock, Stiege B-C
4020 Linz
www.schuledesungehorsams.org











 

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